Simdal: Zwischen Beats und Identität – wie Herkunft prägt
Shownotes
Kaan & Asmen starten ihren neuen Podcast und haben direkt Simdal als ersten Gast am Start.
Es geht um Prägung, Identität, Familie und Musik. Zwischen den Stühlen, aber mit Haltung. Jetzt reinhören, mitdenken, kommentieren.
Redaktion: Lucia Friese, Paulina Charyyeva Produktion: Studio KOA
Echt. Direkt. Ohne Filter. "Spät, aber ehrlich" ist ein Podcast über all das, worüber wir eigentlich öfter reden sollten - es aber meist zu spät tun. Asmen Ilhan und Kaan Pecenek fragen nach: Was prägt uns? Was trennt uns? Und was verbindet uns am Ende doch? Ein Podcast von MINDspot über Identität, Herkunft, Liebe, Familie und Mental Health.
MINDspot bei Insta: https://www.instagram.com/mindspot/ MINDspot bei TikTok: https://www.tiktok.com/@mindspot MINDspot auf YouTube: http://www.youtube.com/@mindspot
Transkript anzeigen
00:00:07: Hallo,
00:00:07: Leute.
00:00:08: Herzlich willkommen zu Spät, aber ehrlich,
00:00:09: unserem Video-Podcast
00:00:10: mit Kahn.
00:00:11: Und Asmen.
00:00:12: Aka-Dick und Dicker.
00:00:13: Wir freuen uns, wenn ihr uns einschaltet
00:00:15: und bleibt
00:00:16: dran.
00:00:17: Aka-Dick und Fett und Servo-Mann.
00:00:20: Adi-Pös und Dibber gibt es nicht.
00:00:21: Aka-Adi und Po.
00:00:22: Oh, Simonal, wie geht's dir?
00:00:28: Freut mich.
00:00:29: Ich freu mich auch.
00:00:30: Danke, dass du es haben
00:00:31: möchtest.
00:00:32: Wir
00:00:33: haben hier ein paar Hausschuhe für dich.
00:00:36: Vielen Dank.
00:00:38: Komm gerne rein, setz dich in den Platz.
00:00:41: Zack, zack.
00:00:42: Wie war die Anreise?
00:00:43: Hast du gut hergefunden?
00:00:45: Erst mal danke für die Einladung.
00:00:46: Ja,
00:00:46: gerne.
00:00:47: Danke, dass du gekommen bist.
00:00:48: Wirklich, dass wir die Zeit noch sehr, sehr cool von dir.
00:00:51: Danke
00:00:54: euch.
00:00:54: Danke und Grüße an die Zuhörer heute.
00:00:55: Ja, genau, sorry, sorry, sorry.
00:00:56: Das ist so eine kleine Tradition, die wir einfach mal so kulturell adaptiert haben mitgenommen, mitgebracht aus der Heimat.
00:01:05: Sehr schön,
00:01:08: danke euch.
00:01:08: Wir wollen ja eine wohlige Atmosphäre hier haben, deswegen bevor es jetzt losgeht, bevor wir dich mit Fragen durchbauen und so.
00:01:15: Zur Essen bestellen, dann während wir hier ein bisschen quatschen, kommt das Essen und am Ende ernähren wir uns noch ein bisschen.
00:01:21: Du merkst schon, wir haben es bitter nötig, wir haben schon wieder Hunger.
00:01:27: Deswegen, was darauf hättest du Lust?
00:01:29: Ich meine, du weißt, wenn ich noch viel zugeben?
00:01:30: Ich glaube, ich würde Korean BBQ nehmen.
00:01:33: Mal?
00:01:34: Oh, gute Wahl tatsächlich.
00:01:36: Nice.
00:01:37: Da gibt's so Chickenbites und so, ne?
00:01:38: Mit dem Kartoffeln und so Reis, manchmal so.
00:01:40: Nice, sehr lecker.
00:01:41: Cool, machen
00:01:42: wir.
00:01:43: Danke euch vielmals.
00:01:44: Für die, die dich nicht kennen, magst du dich einmal vorstellen?
00:01:46: Wer bist du?
00:01:46: Wo kommst du her?
00:01:47: Was machst du so?
00:01:48: Mein Name ist Simda.
00:01:49: Ich bin gebürtig aus Ludigsburg, das ist bei Stuttgart.
00:01:52: Ich lebe seit Jahrzehnten hier in Berlin.
00:01:55: Berlin ist zu meiner Heimat geworden.
00:01:57: Ich hab tolle Sachen hier erlebt.
00:01:58: Wie alt warst du, als du nach Berlin gekommen bist?
00:02:01: Vor fünfzehn Jahren, da war ich dreinzwanzig Jahre.
00:02:04: Mit dreinzwanzig bis zu kommen.
00:02:05: Hast du in Berlin schon vorher so ein bisschen gekannt?
00:02:09: Jetzt mach ich das einfach mal.
00:02:10: Ich war zwei Tausend vier das erste Mal hier, habe eine Freundin besucht gehabt und Berlin war
00:02:17: wie
00:02:18: ein anderes Land, im Grunde genommen, als ich hier gekommen bin.
00:02:21: Man hat sich hier nicht gefühlt wie so ein Außerirdischer.
00:02:24: Ich habe hier super Leute kennengelernt und habe mich direkt verliebt gehabt, weil da, wo ich herkomme, ist das ein bisschen eintjeniger für Menschen her.
00:02:34: Was würdest du sagen, was du ...
00:02:36: Deine Gegend in Berlin, wo, in welchem Bezirk, in welchem Stadtteil fühlst du dich zu Hause?
00:02:40: In Mitte natürlich, irgendwie.
00:02:41: Von Wedding, Warbeet, über Neukölln, Kreuzberg.
00:02:44: Jeder hat seine Berechtigung so, jeder hat seine eigene Eigenschaften, sagen wir mal so.
00:02:48: Deine eigenen Flavor.
00:02:49: Und ich liebe alles daran.
00:02:51: Ich bin in den Jahr hierher gekommen und habe sehr viel gerappt gehabt.
00:02:56: nach Leuten gesucht, die auch Musik machen.
00:02:58: Und am Anfang war das ein bisschen schwer.
00:03:00: Dann gab es so Veranstaltungen wie Rap am Mittwoch oder es gab der Swag Band.
00:03:04: Und durch diese Veranstaltungen habe ich sehr viele Freunde kennengelernt, die mich noch bis heute begleiten.
00:03:10: Dann habe ich immer mal angefangen, Straßenmusik zu machen, im Jahr zwei tausend zwölf.
00:03:13: Und das ist halt ausgeartet auch.
00:03:16: ganz vielen Menschen gewesen, so achthundert Leute waren da im Schnitt da.
00:03:19: Ja, aber das war halt nicht erlaubt.
00:03:21: Wo
00:03:22: hast du das gemacht?
00:03:23: An der Warschau.
00:03:24: Also erstes Mal, das erste Mal war im Mauerpark und innerhalb einer Stunde habe ich und eine sehr gute Freundin, die liebe Vania, haben da hundertfünfzig Euro gemacht und ich dachte, okay, ich habe das System getrimmelt.
00:03:37: Jetzt werde ich reicher, wenn ich in der Stunde hundertfünfzig, also das Problem war, wir waren sehr laut immer bei mir in der Wohnung.
00:03:45: Wir haben gesagt, hey, wir machen heute mal Proben auf der Straße draußen.
00:03:48: Auf einmal haben wir da Kohle dafür bekommen.
00:03:50: Und das Projekt hieß damals Hashtag Proberaum, weil die Leute uns gefragt haben, hey, wie heißen die eigentlich?
00:03:54: Und sie haben gesagt, schreib einfach Hashtag Proberaum, damit wir die Bilder wiederfinden.
00:03:58: Dadurch ist der Name Programm geworden.
00:04:00: öfters erwischt worden, wie gesagt, Anzeigen bekommen.
00:04:03: Irgendwann habe ich eine Anzeige bekommen von über neunhundert Euro.
00:04:08: Das habe ich dann gepostet gehabt.
00:04:09: Da haben sich ganz viele Leute gemeldet bei mir.
00:04:10: Auch Clubs haben sich gemeldet und haben gesagt, hey, da hast du nicht Lust, eine Solidaritätsveranstaltung bei uns zu machen, kannst einfach den Eintritt behalten.
00:04:17: Das habe ich gemacht und innerhalb einer Stunde waren alle Getränke ausverkauft.
00:04:19: Darauf sagte der Mann so, hey.
00:04:21: macht er öfters Empathie.
00:04:22: Und das habe ich dann gemacht und dann wurde das auch wieder größer und größer.
00:04:27: Und welchen Zeitraum sprechen wir da?
00:04:28: von diesem Hashtag Proberaum bis zu dem Zeitpunkt, wo du sagst?
00:04:31: Im Club war, wie,
00:04:32: genau?
00:04:33: Von dem Jahr zwei Tausend, also zwei Tausend zwölf bis zwei Tausend fünfzehn habe ich auf der Straße wilde Momente gehabt.
00:04:39: Also ihr müsst euch das vorstellen, wir sind mit dem Generator einfach rausgegangen.
00:04:44: Mit einem riesen Anlage, mit einem DJ-Tisch.
00:04:46: Wir waren auch hier am schlesischen Tor einmal am Dienstag oder so was.
00:04:50: Da hat mein Kollege Joms gespielt, übertrieben laut, das war ein und nachts, unter der Woche.
00:04:55: Hinter uns geht der Rollladen einfach so hoch, so, Alter, man guckt raus.
00:04:59: Da waren einfach so vierhundert Leute vor seinem Fenster.
00:05:02: Da guckt uns so an, hat jemand Feuer?
00:05:05: Dann bereicht
00:05:06: jemand Feuer und dann spielt man weiter.
00:05:10: Das war eine geile Momente auf jeden Fall.
00:05:13: habe ich dann angefangen im Club ab zu machen.
00:05:17: Dann hatten wir Glück, die Freundin Vanja, mit der ich auf der Straße war.
00:05:21: Sie war eine professionelle Sängerin.
00:05:23: Sie hat ab und zu mal in so Hotels gesungen gehabt.
00:05:26: Wir waren zwei oder dreimal, waren wir in Silvestre auf Sylt und durften dort für ein teures fünf-Sterne-Hotel immer Musik machen.
00:05:33: Und dieser Hotel-Direktor aus Sylt, der ist nach Berlin gekommen und der hat das Hotel der Ruhl gemacht.
00:05:38: Das ist ein sehr...
00:05:40: Friedrichsstraße, ne?
00:05:41: Ja,
00:05:41: genau, genau.
00:05:42: Und da habe ich meine Jam Sessions, die keine Wascherobrücke gemacht haben, durften wir dann im fünf-Sterne-Hotel machen.
00:05:48: Und das war wild.
00:05:50: Also das ist
00:05:50: ein riesen Sprung.
00:05:51: Erst mal wurden wir dafür bezahlt.
00:05:53: Aber ich habe meine Leute mit reingebracht und da waren die Anzugleute dabei.
00:05:57: Und das war krass auch.
00:05:59: Am ersten Abend war Lenny Kravitz zum Beispiel da.
00:06:02: Da war eine Woche später Mariah Carey da.
00:06:05: Da war der schwedische Königshaus da.
00:06:09: Total verrückt.
00:06:11: Wenn du an der Waschauer Straße stehst... Und da riecht es nach Pisse und keiner und Junkies.
00:06:18: Plastisch spielst du in einem five-Sterne-Rotel, oder?
00:06:20: Und macht nichts anderes eigentlich.
00:06:23: War krass und das war auch wieder zu viel für das Hotel.
00:06:27: Zu viele Menschen sind gekommen.
00:06:29: Das ist immer so, dass die Kellner immer an den Tisch kommen und du machst deine Bestellung.
00:06:33: Es war so voll, dass sich keiner bewegen konnte.
00:06:36: Und dann hat er mich höflich gefragt gehabt, ob ich das vielleicht ... woanders machen kann.
00:06:42: Dann kam ich
00:06:43: zum
00:06:43: The Read, das ist am Alexanderplatz, und da habe ich The Session Berlin gegründet mit meiner fünfköpfigen Band.
00:06:50: Wir machen so Soul Jazz Funk.
00:06:52: Und das war, das ist das Schönste, was ich jememem Leben machen durfte, erleben durfte.
00:06:58: Und das ist kein Job, das ist so eine Leidenschaft, das ist eine Berufung von mir.
00:07:02: Und ich wünschte jedem Menschen da draußen, dass er so das gleiche Gefühl hat, wie ich, wenn ich an The Session denke.
00:07:10: Ich konnte Tag und Nacht arbeiten und es war keine Arbeit für mich, das war so.
00:07:14: Nach der Veranstaltung bin ich nach Hause gegangen und hab noch Videos geschnitten, bis um sechs Uhr morgens, weil das einfach so geil war.
00:07:19: Und jetzt sind wir weitergezogen und spielen aktuell jetzt im Mai.
00:07:23: Das ist das alte Haubentaucher.
00:07:25: Ich kann nur jedem empfehlen, mal reinzugucken online auf YouTube, Instagram, desession.berlin.
00:07:32: Wie soll ich dir das erklären?
00:07:34: Leute, die da hingekommen sind, du wirst voll inspiriert.
00:07:36: So ein Safe Space für Inspiration.
00:07:38: Du bist aufgeladener nach und dann seid ihr alle herzlich eingeladen.
00:07:42: Korrekt.
00:07:44: Ich
00:07:44: lass mir das auf jeden Fall nicht entgehen, weil die Videos, die ich gesehen habe, man sieht ja häufig in Deutschland auch so Menschen feiern in unterschiedlichen Kontexten.
00:07:54: Aber es hat dann häufig auch... Man lebt aneinander vorbei.
00:07:59: Bei The Sessions ist es tatsächlich los.
00:08:01: Man könnte auch bei den Videos sehen.
00:08:03: Die Crowd geht da richtig mit, die fühlen das.
00:08:06: Das ist wirklich eine andere Atmosphäre.
00:08:08: Ich finde es cool, dass es so erstens in meiner Heimatstadt so beliebt geworden ist, so groß geworden ist.
00:08:14: Und das andere ist auch, dass das mir auch zeigt.
00:08:18: Wenn man so etwas anbietet, wie viel Aufmerksamkeit das auf sich sieht oder wie das Menschen auch nutzen, wie es sie anzieht.
00:08:25: Aber mal eine Frage.
00:08:26: Du hast gesagt, du hast deine Band oder du hast eine feste Band?
00:08:29: Genau, es ist so, dass wir immer ein Opener einladen.
00:08:31: Es sieht immer jemand anders.
00:08:32: Wir haben eine Festival-Band, die spielen drei, vier Songs.
00:08:35: Und dann ist es eine Open Jam, eine Open Mic.
00:08:40: Open
00:08:40: Mic heißt so aus dem Publikum, wie der kann hoch oder ist es
00:08:42: vorher schon?
00:08:43: Nein, jeder kann auf die Bühne kommen, der gerne inspirieren möchte, der ihn jetzt lebt, der kann singen und rappen, der kann Portrait singen.
00:08:51: Hauptsache, du bist bei dir.
00:08:53: Und das Leben ist zu viel zu kurz, um sich zu verstecken.
00:08:57: Und das Publikum ist sehr dankbar.
00:08:59: Und es geht nicht darum, wie cool du bist oder wie viele Flaschen du an dem Abend bestellst.
00:09:03: Flaschen gibst du so nicht, deswegen haben wir ausgeschlossen.
00:09:05: Das sind einfach tolle Menschen da.
00:09:07: Und du kannst alleine vorbeikommen und du gehst mit zwei, drei Minuten neue Bekanntschaften
00:09:12: nach Hause.
00:09:12: Sag mir, ich
00:09:13: würde dir gerne eine persönliche Frage stellen.
00:09:15: Das klingt
00:09:16: für mich
00:09:18: sehr interessant, wild, durcheinander.
00:09:21: Alles nur nicht geradeaus.
00:09:22: Das klingt nach Höhen und Tiefen und so viele verschiedene Stories, die dann am Ende zu dem geführt haben, dass es jetzt da steht, wo es steht.
00:09:31: Kennst du das vielleicht auch aus deinem Leben, bevor du angefangen hast, Musik zu machen,
00:09:35: dass es
00:09:35: vielleicht nicht immer geradeaus geht und auch mal irgendwo abgebogen werden muss oder dass einem Stein in den Weg geleckt werden und Schicksalsschläge oder oder oder.
00:09:44: Also für mein Verständnis ist es, seitdem ich Musik mache.
00:09:49: geht es automatisch gerade aus irgendwie.
00:09:51: Ich bin einfach auf die Straße gegangen, weil es mich irgendwie angezogen hat.
00:09:54: Die ganzen Sachen, die passiert sind, die sind dank dem Universum irgendwie entstanden und es gibt dann roten Fahrten davor, war das ein bisschen anders.
00:10:03: Ich habe hier vorhin gerade erklärt, ich bin in Stuttgart aufgewachsen und ... Ich bin jahrgangsiechsten achtzig.
00:10:10: Ich habe drei Brüder, aber ich bin der erste von meiner Familie, der in Deutschland geboren ist.
00:10:14: Jetzt bist du bist der Jüngste.
00:10:15: Und ich habe noch einen Jüngeren.
00:10:17: Ach, noch einen
00:10:17: Bruder.
00:10:17: Genau.
00:10:18: Aber ich musste meine Identität erst mal finden.
00:10:21: Für die Deutschen war ich zu schwarz.
00:10:23: Für die Afrikaner war ich zu europäisch.
00:10:26: Meine Eltern oder meine älteren Brüder hatten ihre Identität.
00:10:29: Das war die Reise zu meinem Ich, so gesagt.
00:10:33: Ich bin für alles dankbar, was passiert ist.
00:10:35: Also ich will jetzt nicht einen auf Offertun oder so was, sondern ich bin dankbar für das Leben, was ich bekommen habe.
00:10:41: Und jeder gute Tag und jeder schlechte Tag gehört genau da, wo er war, weil er hat mich genau zu euch jetzt gebracht hat.
00:10:47: Das
00:10:48: ist ja
00:10:48: etwas positiv.
00:10:49: Das war der Sinn, oder?
00:10:50: Das
00:10:50: ist alles Wurde für uns.
00:10:54: Genau, vielleicht ist das jetzt so eine persönliche Frage, aber die knüpft auch so ein bisschen an, weil wenn du sagst, ich habe mich damals so ein bisschen auf ihn... Wie ein Elin hast du das genannt, glaube ich, ne?
00:11:04: Wie ein Elin geführt.
00:11:05: Gab's du so einen besonderen Moment, der dir in Erinnerung geblieben ist, der das so zementiert oder in deinem Kopf so vielleicht, dass du deine Erinnerung damit
00:11:13: verbindest?
00:11:14: Als kleines Kind habe ich nicht gewusst, dass ich schwarz bin.
00:11:17: Auch für die Zuhörer jetzt gerade im Podcast.
00:11:19: Ich habe eine sehr, ich habe eine dunkle Hautfarbe.
00:11:21: Meine Eltern, ich bin Halb-Eretria und Alpitopia.
00:11:24: Meine Eltern kommen aus Ostafrika.
00:11:26: Und ich wusste als kleines Kind nicht, dass ich eine dunkle Hautfarbe habe.
00:11:30: Es hieß immer so... Alle Kinder ins Bett und die Erwachsenen sind in der Küche.
00:11:35: So war immer der Ton.
00:11:36: Eines Tages komme ich vom Kindergartenhause.
00:11:40: Negalein, negalein.
00:11:42: Meine Brüder und meine Eltern gucken mich so an.
00:11:45: Wo hast du dieses Wort?
00:11:47: Ich sag voll stolz.
00:11:49: Das ist mein Spitzname.
00:11:50: Meine Kindergartenlehrerin nennt mich so.
00:11:54: Alle sind Löffel aus dem Mund gefallen.
00:11:56: Meine Mutter hat mich gepackt.
00:11:57: Wir sind im Kindergarten gegangen.
00:11:59: Und dann hat meine Mutter geschrieben und sagt, sie können meinen Kind nicht so nennen, nur weil es schwarz ist und die anderen sind weiß.
00:12:04: Wir dürfen das nicht so nennen.
00:12:05: Und dem Moment war ich so, wow, das ist schwarz, das wusste ich gar nicht.
00:12:11: Und diese Situation hat dazu geführt, da hast du gemerkt, alles ist weiß im Kindergarten so.
00:12:16: Okay, ich bin anders als die anderen.
00:12:18: Okay, die sind auch in der Überzahl so.
00:12:21: Und dann würdest du halt älter, gehst in den Bus rein, wenn ein Platz neben einem schwarzen frei war oder neben einem weißen.
00:12:27: Hast du dich zum Schwarzen, zum Beispiel, eingesetzt?
00:12:29: Im Unterbewusstsein.
00:12:30: Dann guckst du zu Fernsehen, ... ... wird zusammengeschlagen von Polizisten, ... ... von so zwölf Polizisten oder weiß ich, wie viele es waren.
00:12:38: Und alle Polizisten kamen so frei.
00:12:40: Und der Typ sah so aus wie ich.
00:12:43: Auch eine lustige Geschichte.
00:12:45: Ja, was für lustig.
00:12:45: Ja, lustig für mich jetzt.
00:12:47: Ich hab einen Nachbastion gehabt.
00:12:49: Und der war ... halb Amerikaner, halb Deutsch, aber seine Mutter hat in den frühen Jahren neu geheiratet gehabt.
00:12:56: Alle sind weiß in seiner Familie.
00:12:57: Ich wohne in einer Haustür weiter und eines Tages sagt die Mutter zu mir so, hey, willst du nicht zum Abendessen da bleiben?
00:13:03: Ich so, ja, kein Problem.
00:13:04: Und dann gehe ich so hoch, in den Essraum, setz mich hin und dann ist die Oma da.
00:13:09: Und dann schreit die so, Brigitte, was ist denn das hier?
00:13:13: Ist das Afrikaner?
00:13:15: Dann sagt die, nee, das ist unsere Nachpass, Junge.
00:13:18: Ähm, der bleibt zum Abendessen da.
00:13:21: Dann wird's essen verteilt.
00:13:23: Die Oma steht so auf und sagt, das ist Brokoli!
00:13:26: Weißt du, was das ist?
00:13:27: Habt ihr so was in Afrika?
00:13:28: Ja,
00:13:29: okay.
00:13:29: Ich bin so... Ich bin so, okay, was?
00:13:34: Ich bin... Ich hänge die ganze Zeit mit ihrem Enkelkind ab.
00:13:36: Ich bin auf der gleichen Schule, ich esse das gleiche Essen, ich mach die... Was meint die damit so?
00:13:43: Und es waren halt... Ja, verschiedene Situationen, die dann irgendwie so... ... komisches Gefühl gebracht haben und so.
00:13:49: Egal was du tust, ... ... du bist irgendwie trotzdem anders so.
00:13:52: Na, würdest du sagen, ... ... diese Erfahrungen, die du gemacht hast, ... ... in denen du ... ... jemand anderes war als ... ... die Hauptgruppe sozusagen, ... ... in der man jemand anderem aus dir gemacht hat, ... ... konntest du ein etwas positives Wandel?
00:14:08: Erst später ... ... erst haben die Vorbilder ein bisschen gefehlt gehabt, ... ... wenn du Fernsehen angemacht hast.
00:14:14: Siehst du Tupac und Dinge wie Käffen und Goldkette?
00:14:19: Oder du musst so tanzen wie der, um cool zu sein, damit du irgendwie so wahrgenommen bist.
00:14:25: Aber das war nicht meine Identität.
00:14:27: Trotzdem hast du es getan gehabt, aber irgendwie ... das bist ja nicht du irgendwie so.
00:14:31: Erst Berlin hat mir gezeigt, dass ich gut genug bin einfach.
00:14:35: So, das reicht so.
00:14:38: Ich hab einfach Straßmusik gemacht und ... Plötzlich bin ich im Fünf-Sternort her und darf das Gleiche machen und begeistern nicht nur meine Leute, sondern auch den Menschen drüber hinaus mit dem Anzug vor die Spießer, Leute aus dem Ausland.
00:14:52: Und da habe ich gemerkt so, ich muss niemand anders sein oder ich muss nicht tanzen wie Ascha oder sowas oder ich muss nicht wie Snoop Dogg kiffen im Grunde genommen und cool zu sein, sondern es ist recht, dass ich ich bin.
00:15:05: Wenn du das vorhin gesagt so... Deine Brüder hatten schon ihre Identität, weil sie in Afrika geboren
00:15:10: sind.
00:15:11: Genau, und die waren auch ein bisschen älter.
00:15:12: Und waren älter, genau.
00:15:13: Und vielleicht hatten sie dann, waren vielleicht schon fertig so.
00:15:18: Ja,
00:15:19: genau.
00:15:20: Und du hast gesagt, das hat bei dir ein bisschen gedauert.
00:15:22: Würdest du sagen, du hast jetzt so eine feste Identität und sagst, okay, jetzt weiß ich, ich bin Simdal, ich bin bam, bam, bam, bam, bam, so.
00:15:29: Das ist meine Identität.
00:15:31: Oder würdest du sagen, es ist eher so ein Prozess, der niemals endet?
00:15:35: Ein bisschen von beiden.
00:15:36: Ich weiß wer ich heute bin, aber das entwickelt sich bis zu meinem Tod weiter.
00:15:42: Wer bist du?
00:15:45: Ich bin
00:15:47: ich.
00:15:49: Und das ist gut so.
00:15:53: Man muss jetzt nicht mit irgendwelchen adjektiven Rumwerfen, sondern ich weiß, dass ich mir selber vertrauen kann.
00:15:59: Ich weiß es für mich selber, dass ich keinem etwas Böse will.
00:16:04: Ich möchte ein Mehrwert sein für meine Gesellschaft.
00:16:06: Ich bin kein Bio-Deutscher, aber ich bin ein Teil der deutschen Gesellschaft.
00:16:11: Ich habe mich da auch immer voll ausgegrenzt.
00:16:13: Und ich wusste nicht, ob ich jetzt Deutscher bin, ob ich jetzt Eritreer bin, ob ich jetzt Utopia bin.
00:16:17: Aber ich habe für mich definiert.
00:16:18: Ich bin ein Teil der deutschen Gesellschaft und ich bin stolz drauf.
00:16:21: Ich bin froh und ich durfte hier zur Schule gehen.
00:16:24: Ich durfte hier lernen.
00:16:25: Ich durfte mich selber kennenlernen.
00:16:27: Ich durfte mit Menschen tolle Sachen erfahren.
00:16:30: Ich durfte mich erfahren.
00:16:32: Und der bin
00:16:34: ich heute.
00:16:37: in mir krass resoniert hat, weil meintest... Ich hab mich auch selbst ausgegrenzt.
00:16:42: Sie sich selbst rausnehmen davon.
00:16:45: Es fällt mir auch häufiger auf.
00:16:46: Wir können auch darüber reden, über Ausgrenzungserfahrungen reden.
00:16:49: Keine
00:16:49: Frage.
00:16:50: Man
00:16:51: kriegt es zu spüren, in bestimmten
00:16:52: Situationen.
00:16:54: Das andere einem so das Gefühl...
00:16:55: Oder du redest dir auch das ein.
00:16:57: Manchmal redest
00:16:58: du... Ja, genau.
00:16:59: Und manchmal erfährst du das.
00:17:00: Genau,
00:17:01: hundert Prozent.
00:17:01: Manchmal ist es so, du interpretierst da zu viel ran.
00:17:04: Manchmal ist es wirklich ganz klare... Diffamierung quasi.
00:17:09: Aber es gibt auch diesen Aspekt, dass man sich selbst da wirklich rauszieht aus der Sache.
00:17:14: Man diskriminiert sich selber,
00:17:16: würde ich
00:17:16: sagen.
00:17:18: Das finde ich so krass interessant in Deutschland.
00:17:24: So viele Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, so viele, die eigentlich sich so gut auskennen, das ist ihre Heimat.
00:17:31: Die vermissen das ja
00:17:32: auch.
00:17:34: Trotzdem, dass man
00:17:34: so sagt... Kennt teilweise nicht mal was anderes.
00:17:36: Die kennen
00:17:36: oft teilweise wirklich nicht mal außerhalb des Kiezes.
00:17:39: Das erleben wir in Berlin ja
00:17:40: auch häufiger.
00:17:42: Und dann sagen sie aber, nee, Deutsch bin ich auf gar keinen Fall.
00:17:46: Und was denkst du, woran liegt das?
00:17:47: Oder wie war dein Weg dahin, da eine Versöhnung mit dir selbst hinzukriegen?
00:17:53: Ja, also, als ich jünger war, dachte ich, okay, ich probiere alles, um hier in Deutschland zu sein.
00:18:01: Was bedeutet eigentlich Deutsche?
00:18:03: Ich kann kein Bio-Deutscher sein.
00:18:05: Und ich muss den Bio-Deutsch noch den Raum lassen.
00:18:09: Was meinst du mit Raum lassen?
00:18:12: Du meinst du, den ethnisch-Deutschen sozusagen?
00:18:14: Ja, genau.
00:18:15: Ein bisschen richtige Deutsche.
00:18:19: Ich bin ein Teil der deutschen Gesellschaft.
00:18:21: Ich habe meine DNA als eine andere.
00:18:24: Weißt du?
00:18:25: Mein Herz und mein Kopf ist aber hier groß geworden und denkt so.
00:18:29: Ich zähle im Inneren, wenn ich Geld zähle, zähle ich auf Deutsch und nicht auf eine andere Sprache oder sowas.
00:18:37: Ich finde, dass jeder seinen Raum haben muss und das muss man auch respektieren.
00:18:41: Weil zum Beispiel zur Black Lives Matter Zeit, ich gemerkt... Dass es auch voll toll ist, dass es Räume gibt für nur Schwarz zum Beispiel, dass sie sich austauschen können, weil die eigene Erfahrung gesammelt haben.
00:18:52: Es ist toll, wenn Leute aus der LGBTQ-Community ihren Raum haben.
00:18:56: Und es ist toll, wenn wir uns alle in der Mitte treffen können.
00:18:58: Es ist manchmal schwer, dass jemand meine Geschichte, der nichts damit zu tun hat, das nachvollziehen kann.
00:19:03: Er kann es zuhören.
00:19:05: Aber es ist auch manchmal toll zu hören, so, hey, ich hab ähnliche Erfahrungen gehabt.
00:19:09: Wie gehst du damit um, zum Beispiel?
00:19:11: Erzähl mir mal, wie war's bei dir?
00:19:12: Man kann auch extrem werden.
00:19:14: Die mögen mich alle nicht.
00:19:15: Ich brauch mich da nicht zu bewerben, weil ich bin ja schwarz.
00:19:18: Mit dieser Haltung erzeugst du auch eine Gegenenergie.
00:19:23: Fühlig, ich glaub, ich kann dem schon ... sehr viel abgewinnt, wenn man das zu einer Standardhaltung macht und zu dem, was Leben geht.
00:19:31: Statt das Kontext abhängig vielleicht mal dementsprechend.
00:19:35: Wenn einer einen jetzt ansprucht, dann braucht man nicht großartig überzurätet.
00:19:38: Wenn ihr übergriffig
00:19:38: wird zum Beispiel, dann brauchen wir ja so.
00:19:41: Aber da ist es scheiß egal, ob du egal welcher Hauswaffe du hast.
00:19:45: Dann bist du in Vollidiot und bist kein Mehrwert für unsere Gesellschaft, sondern du bringst unsere Gesellschaft teilweise auch in Gefahr.
00:19:52: Das ist eine andere Geschichte.
00:19:57: Wenn wir uns jetzt zum Beispiel unsere Generation angucken oder die jüngere Generation, wir sind ja auch
00:20:04: ziemlich
00:20:05: durchmischt aufgewachsen.
00:20:06: Ich weiß jetzt nicht, wie es in Baden-Württemberg damals in deiner Gegend war, aber ich für meinen Teil, wir waren... sehr viele
00:20:15: Backgrounds
00:20:16: zusammen in einer Schule gemeinsam aufgewachsen, bei dem zu Hause, bei dem anderen zu Hause und
00:20:21: man hat wirklich
00:20:22: viel mitgenommen.
00:20:23: Also in dem Sinne, ich weiß nicht, ob das jetzt auch inzwischen Kampfbegriff geworden ist oder einen Hassbegriff hier, Multikulti, aber es war Multikulti so gesehen.
00:20:31: Zumindest ich bin hier im Kreuzberg aufgewachsen.
00:20:34: Es war sehr, sehr interessant.
00:20:35: Ich habe gemerkt, Berlin ist auch teilweise so ein Mikrokosmos.
00:20:39: Den kann ich nicht mit der gesamten Republik gleich setzen.
00:20:43: Wie empfindest du das, wenn du raus aus Berlin gehst?
00:20:47: Bist du auch in anderen Städten?
00:20:49: Ich bin auch unterwegs.
00:20:50: Ich muss mal so erklären, bei meinen Eltern, die sind neunzehntetachtig gekommen.
00:20:54: Und das war noch ganz anders.
00:20:56: Meine Eltern sind hier angekommen, da gab es die Kirche, die Wohlfahrt, die haben die an den Händen genommen, hat den Wohnheim gebracht, erst in Asylheim, dann in Wohnheim, dann haben die den Sprachkurs gleich gegeben und die konnten relativ schnell arbeiten.
00:21:10: Das war eine geglückte Integration meiner Meinung nach für meine Eltern.
00:21:14: Es war jetzt nicht so, dass es einen Stadtteil gab nur für Ausländern, sondern sie wurden überall gut verteilt.
00:21:19: Die Integration damals in den Achzigen war eine andere, weil auch die Kapazitäten eine ganz andere waren.
00:21:24: Ich bin gerade hier wieder am Gerlitzer Park vorbei gelaufen.
00:21:28: Da gibt es Leute, die dürfen nicht arbeiten.
00:21:31: Viele Leute haben traumatische Erlebnisse auch.
00:21:34: Die kriegen keine psychologische Unterstützung.
00:21:36: Und die Masse macht es auch natürlich aus, was einfach in den letzten Jahren für Kriege auf der Welt passiert sind.
00:21:43: da Riesenunterschiede gab.
00:21:45: Also ich hör aber bei dir auch raus, diese Begleitung, die ihr erfahren habt, dass da Menschen waren, die sich vor euch interessiert haben, aber auch da Begegnungsmöglichkeiten da waren, das hat dann natürlich den Integrationsprozess so positiv beeinflusst, sag
00:22:00: ich mal.
00:22:00: Vollkommen.
00:22:01: Und daran mangelt es ja heutzutage natürlich an vielen Ecken und Kanten, vor allem nach dem Auch so, ich würde sagen, viele Menschen mit unterschiedlichsten Backgrounds dann vor allem ehrenamtlichen betreut wurden.
00:22:17: Und das ist wirklich beeindruckend erstmal in Deutschland.
00:22:19: Super, super krass, wie viele Menschen sich sozial engagieren, sich da einbringen, persönlich ohne irgendwie eine Gegenleistung zu fordern.
00:22:27: Aber gleichzeitig, irgendwann kommt das ganz, das geht schon an die Substanz.
00:22:30: Und irgendwann kommt man da mit diesen Dingen auch an seine Grenze.
00:22:34: Und ich denke jetzt mal unabhängig davon, ob wir, also ich würde jetzt nicht in die Migrationspolitik hineingehen wollen, aber so was es dafür braucht und damit Menschen sich auch gut integrieren können, welche Möglichkeiten es dafür braucht, da würde ich tatsächlich, höre ich das häufiger, so wie du es erzählt hast, diese Begleitung, diese Zugewandtheit und auch vielleicht diese Begegnung.
00:22:56: Vollkommen, vollkommen.
00:22:57: Unsere Generation.
00:22:58: Ich weiß nicht, was für ein Jahrgang
00:23:00: bist du.
00:23:01: Ich bin dreieinzeigabrohr.
00:23:01: Also, guck mal.
00:23:03: Du
00:23:03: bist älter, wir müssen nicht abhinden.
00:23:04: Na ja, ist gut, ist gut.
00:23:08: Also, ich bin aufgewachsen, die Berliner Mauer ist weggefallen.
00:23:11: Europa kommt zusammen.
00:23:12: Bundeswehr löst sich auf, brauchen wir gar nicht, weil es gibt so keinen Krieg mehr.
00:23:17: Das Internet kam voll die Freiheit, so ist so.
00:23:20: Die Zeit haben sich irgendwie geändert, plötzlich so.
00:23:22: Was ist jetzt hier los?
00:23:25: Natürlich machen die Medien auch sehr viel vor.
00:23:27: Sachen Ängste bei den Einheimischen zum Beispiel, weil... In jedem Menschensteck ist was tolles.
00:23:35: Man muss es erkennen und man muss es nutzen, wenn man die Kapazitäten hat.
00:23:38: Aber es läuft ja auf der Welt so viel, dass gerade aus dem Ruder, dass es viele Fluchtbewegungen gibt, dass wir hier in Deutschland auch ein bisschen damit überfordert sind.
00:23:47: Und das finde ich einfach schade, weil es eine rein politische Geschichte ist.
00:23:51: Also ich und du können eigentlich gar nichts dafür.
00:23:54: Ich finde es halt schade, wenn die ganzen Jungs im Park stehen.
00:23:58: Und Katzenmors mit der Polizei spielt.
00:24:00: Und das nicht seit gestern.
00:24:01: Ich weiß nicht, ich hab vor zehn Jahren hier gewohnt.
00:24:05: Das war genau so.
00:24:06: Und wahrscheinlich davor war es genau so.
00:24:07: Teilweise
00:24:07: die gleichen Gesichter.
00:24:08: Genau so.
00:24:09: Und da wird er einfach nur zugeguckt.
00:24:11: Und dann regt sich der Bürger hier auf, dass er so viel mietet hat hier.
00:24:16: Und dass sein Kind nicht vor die Tür gehen kann.
00:24:19: Kein Mensch ... Geht einfach übers Mittelmeer, wenn das Mittelmeer nicht sicherer wäre als dein Zuhause.
00:24:26: Du schickst deinen Kindern nicht irgendwie mit fremden Menschen irgendwo hin, wenn dieser fremde Mann nicht sicherer wäre als dein Zuhause.
00:24:34: Da könnten sich doch mal ein bisschen die Politiker mal überlegen, was Entscheidungen dafür ursachen.
00:24:39: Keiner stellt sich auch den ganzen Tag bei dieser Kälte irgendwie auf die Straße und versucht jetzt hier Drogen zu verkaufen, mit Stolz.
00:24:46: Du hast Schulden in deinem... Du hast das Ticket nach Europa geholt, weil bei dir alles im Land einfach katastrophal ist.
00:24:53: Und... Vielleicht hast du da mehrere Euros offen, weil du das Ticket genommen hast.
00:24:58: Kommst du hierher, darfst drei Jahre nicht arbeiten oder zwei Jahre nicht arbeiten.
00:25:01: Natürlich!
00:25:01: Du musst erstmal die Sprache lernen.
00:25:03: Das ist übertrieben wichtig.
00:25:04: So, dass du die deutsche Sprache lernst, damit du dich hier in den Trick kriegen kannst.
00:25:07: Und das dauert seine Zeit, in Grunde genommen.
00:25:10: Aber... dass die Leute kein Geld verdienen können, sorgt dafür, dass die dann zu Dummheiten greifen und dann sowas entsteht im Grunde genommen.
00:25:18: Und ich wünsche mir da, dass da irgendwie, dass die Integration besser passiert und die Leute zur Arbeit kommen.
00:25:25: und dass wir einfach gegenseitig uns ein Mehrwert schaffen können.
00:25:29: Ich höre bei dir auch aus, dass deine Erfahrungen oder biografischen Erfahrungen, deine Lebenserfahrungen auch hineinfließt ins künstlich, ins musikalische.
00:25:38: Also stimmt das, höre ich das richtig raus?
00:25:40: oder würdest du sagen, das hängt sowieso immer miteinander zusammen?
00:25:44: Es geht darum, dass du in dem Moment einfach bei dir bist und selbstbewusst bist und das inspiriert Leute.
00:25:50: Vielleicht jetzt mal so eine komische Frage, weil ich fand die eigentlich ziemlich tiefgründig.
00:25:55: Wenn du jetzt ein Song schreiben könntest, ja?
00:25:57: Den alle hören.
00:25:59: Die ganze Welt.
00:26:01: Wovon würde sie das Song handeln?
00:26:04: Abilücken for free, das ist
00:26:07: Spaß.
00:26:07: Da seid du um Mauern zu folgen.
00:26:10: Nein, Spaß.
00:26:11: Also, wenn es ein Song geben würde.
00:26:14: Ich glaube jetzt nicht über Nutten und Koks.
00:26:17: Oder Tiledien.
00:26:20: Ich glaube nicht, dass es um so was gehen würde.
00:26:22: Aber es wäre krass, wenn man so ein Spiegel hätte für die Gesellschaft, wo sich jeder irgendwie wiedererkennen könnte und sich etwas selber rausziehen könnte.
00:26:30: Klassiker wäre ja liebe.
00:26:33: Ja, es wäre ein bisschen zu einfach vielleicht.
00:26:36: Aber es wäre bestimmt auch ein Bestandteil.
00:26:38: Aber etwas, wo sich jeder etwas rausziehen kann.
00:26:40: Also das ist etwas, wo wir von klein bis alt irgendwie entertained werden.
00:26:45: Generation zu übergreifend.
00:26:47: Und Nation zu übergreifen.
00:26:49: Das stimmt
00:26:50: auch.
00:26:51: Gibt es so eine Person, wo du sagst, die hat mich auch wirklich sehr krass geprägt?
00:26:55: So eine Idee, was du hattest?
00:26:57: James Brown auf jeden Fall.
00:26:59: James Brown hat reingehauen bei mir.
00:27:01: Geht dir ein Kuch so in die Richtigung ein bisschen?
00:27:03: Ja, die Energie.
00:27:05: Erstens in Groove und auch seine Energie mit siebzig immer noch auf der Bühne zu sein.
00:27:10: So, I'm back.
00:27:14: Und natürlich, er war so mit drei Schlagzeugspielern auf der Bühne.
00:27:16: Er war mit so sechs, sieben Trompetenspieler.
00:27:19: Er hatte so sechs Backgroundsängerin.
00:27:21: Es war krass.
00:27:22: Und wie er sich bewirkte, Bob Marley ist krass gewesen bei mir.
00:27:26: Guck mal, ich muss mal überlegen.
00:27:27: Jamaika ist eine richtig kleine Insel.
00:27:30: Und der hat echt mit so vier, fünf Instrumenten Weltmusik gemacht.
00:27:34: Und du hörst es auf Kopfhörer und du bist kurz am Strand.
00:27:38: Reggae Musik kommt nur aus einer Ecke, aus Jamaika.
00:27:40: Und die haben es geschafft, aus dieser kleinen Insel ohne Marketing, ohne Social Media, da einfach Weltmusik zu machen.
00:27:47: Das lebt ihr bis heute.
00:27:50: Ich leg auch ab und zu auf.
00:27:50: Und wenn ich so ein Bob Marley-Song spiele, mach ich mal so, siehst du, die kleinen Kids immer noch so mitweiben und auch ältere Leute.
00:27:58: Das ist so ein zeitloses Ding.
00:28:01: Das muss man erst mal hinkriegen.
00:28:02: musikalisch.
00:28:04: Von was haben deine letzten Songs gehandelt?
00:28:07: Die du geschrieben hast.
00:28:08: Der Kampf mit dich selber irgendwie so.
00:28:10: Es gibt Eigenschaften, die nicht so toll sind, die dich so runterziehen.
00:28:13: An dir selbst?
00:28:14: Die dich?
00:28:15: Ja, die meine Entwicklung gestülpt
00:28:16: haben.
00:28:16: Da könntest du auch ein Lied von singen, der ganz eingeschäftigt ist.
00:28:19: Und man sich selbst im Weg steht und die wollte ich loslassen.
00:28:22: Und ich habe gemerkt, dass sie mich runterziehen.
00:28:24: Schreibst du auf Deutsch?
00:28:25: Ja, Deutsch, ja.
00:28:29: Das ist meine Identität.
00:28:31: Wie gesagt, ich zähle auf Deutsch, ich denke auf Deutsch und das ist super authentisch.
00:28:35: Sonst müsste ich ja mein Gefühl wieder übersetzen.
00:28:37: Ich finde,
00:28:38: bei dir klingt es so ein bisschen als wäre Musik dann so ein Ventil für dich.
00:28:41: Vor das Rohre.
00:28:43: Man konnte sein Gefühl da rauslassen und man hat gleichgesinnte kennengelernt auf dem Weg.
00:28:47: Das hat mich durch ganz Deutschland gebracht.
00:28:50: Ich durfte Deutschland sehen, ich war mit mehreren Leuten auf Tour nehmen und solche Sachen.
00:28:54: Es war ein Türöffner.
00:28:55: Durch die Musik konnte ich dann irgendwann selbst Videos schneiden, durfte dann ... für andere Leute Musik, Videos drehen.
00:29:01: Ich durfte mich mit Bühnenperformenzen und mit Kassenbühnschows auseinandersetzen.
00:29:05: Das hat alles eingefangen mit der Reise zu sich selber.
00:29:09: Das war am Anfang sehr therapeutisch irgendwie so.
00:29:11: Man hatte ein Gefühl gehabt, aber man konnte es nicht beschreiben.
00:29:13: Hat es aufgeschrieben und dann hat man verstanden, was in einem los ist.
00:29:17: Plötzlich aber kam die Industrie und ich mag dieses kommerzielle Musik machen.
00:29:22: Das ist ein bisschen komisch.
00:29:22: Musik für die Leute.
00:29:23: Also das zu machen, was die Leute hören wollen, da fühle ich mich nicht
00:29:26: wohl.
00:29:27: Ey, das ist so krass, dass du es ... Wir haben schon so viele Lieder, auch in der Pipeline, die wir auch nicht rausbringen wollen, weil es macht einen Unterschied, ob du Kunst für die Kunst machst oder ob du Kunst machst.
00:29:43: für die Öffentlichkeit, für andere.
00:29:45: Ja voll.
00:29:46: Und du lernst auch komische Menschen auf dem Weg, da kennt ihr irgendwie so.
00:29:50: Da waren Leute, die haben über Drogen geredet, haben selber Kind noch nie Drogen genommen und haben ein falsches Bild irgendwie verkauft und fand ich irgendwie so komisch so.
00:29:58: Ich war ja oft auf der Suche nach mir selber.
00:30:00: Vielleicht haben die Leute sich gefunden und bei denen war alles cool und konnten so einen Bild verkaufen draußen.
00:30:05: Aber das konnte ich
00:30:06: nicht machen.
00:30:07: Irgendwas du gesagt hast mit dieser Identität zwischen den Stühlen stehen.
00:30:10: Ich kenne das auch von mir, von mir selbst.
00:30:14: Erklär mal, wo gibt's Situationen, wo du das kennst?
00:30:17: Viele tatsächlich, aber bei mir fängt's auch in der Familie schon an.
00:30:21: Mein Vater ist cool, ich meine Mutter ist türkisch.
00:30:23: Ich bin
00:30:23: in Deutschland geboren und aufgefachsen.
00:30:26: Ich
00:30:26: bin ein Eritreer, wie Turk, gell?
00:30:28: Ähnlich, ne?
00:30:29: Ist das auch, da zieht sich deine Konfliktlinie
00:30:31: durch die Familie?
00:30:32: Nee, also bei uns in der Familie nicht, aber außen.
00:30:34: Genau, genau, genau.
00:30:38: Da auch nicht,
00:30:39: aber
00:30:40: man kennt den türkischen Konflikt, den Eritreer, den Ethiopischen.
00:30:44: Wenn ich drüber nachdenke, ich hätte auch einen... Weg einschlagen können, wo ich mir irgendwie eine Gruppenidentität so übertrieben aneignen.
00:30:52: Ich hätte auch einen Weg gehen können.
00:30:54: Ganz plump gesagt, ich hätte mich radikalisieren können.
00:30:56: In eine bestimmte Richtung, alles andere leugnen.
00:30:59: Genau.
00:31:00: Eine Seite leugnen, die andere Seite hochheben.
00:31:02: Genau.
00:31:03: Diese Impulse, ich musste das relativ stark so managen, damit das nicht aus dem Fugen gerät.
00:31:11: Kennst du das auch?
00:31:12: Und wie geht man mit so was um?
00:31:16: Auf dem Weg zu meiner Ausbildung wurde ich voll oft kontrolliert.
00:31:19: Weil es wurde immer gesagt, Kontaktpolizeikontrolle, wir suchen einen illegalen Einwanderer.
00:31:22: Ich bin auf dem Weg zu meiner Ausbildung, zu meinem Ausbildungsplatz.
00:31:26: Ich zeig meinen deutschen Ausweis.
00:31:27: Sehr oft passiert so, dass ich gedacht hab, ey, ihr wollt einen schwarz, dann kriegt einen schwarzen.
00:31:31: Was soll das eigentlich so?
00:31:33: Aber es war auch nicht der richtige Weg.
00:31:36: Vor allem gegen die Polizei, so was zu machen, aggressiv zu werden, gechiggert zu werden.
00:31:41: Hätte man sich reinsteigern können.
00:31:44: Dann gab es ja später so eine Welle von Pierre Vogel und so die Sachen.
00:31:47: Da waren ganz viele Leute in meinem Umfeld, haben sich kommentieren lassen und wurden dadurch extremer.
00:31:53: Und ich hätte mir auch mitgehen können.
00:31:55: Aber ... Diese Zorn und Wut ist so eine anstrengende Energie, dass sie dich blockiert für alles andere.
00:32:01: Und dich eigentlich noch viel mehr entfernt von allem, von deinen Familie, von deinen Freunden, von deiner Gesellschaft.
00:32:07: Du wirst einfach nur vor die Tür gehen und du bist schon schlecht drauf.
00:32:10: Das ist so anstrengend
00:32:11: für mich.
00:32:12: Was glaubst du, was würde jemand brauchen, der sich zu solchen Gruppierungen hinreißen lässt, um zu erkennen, dieser Zorn ... Den du damit dir rumschleppst, der tut dir auch nicht gut.
00:32:23: Was glaubst du, was fehlt denen, was du hattest, um das zu erkennen?
00:32:26: Ich glaube, er war so eine gesunde Familiendiebe oder meine Eltern.
00:32:29: Da gibt es so eine Grenze, die ich nicht überschreiten kann.
00:32:32: Meine Eltern sind aus Eretriere und in der Therapie geflüchtet.
00:32:34: hier und für ein besseres Leben haben wir riskiert für mich.
00:32:37: Für meine Brüder, für meine Familie, für meine Zukunft und das einfach wegzuwerfen.
00:32:41: Andere Leute haben diese Grenze nicht gehabt irgendwie.
00:32:44: Also
00:32:45: das Gefühl, ich könnte damit was verlieren, was mir eigentlich viel wichtiger ist.
00:32:48: Viel wichtiger ist genau.
00:32:49: Wie kann ich, wie soll ich meine Mutter anschauen?
00:32:51: Ich stell die mal vor, wenn sie sich so reinreiten lassen, so in diese extremen Gruppierungen zum Beispiel und hätte da irgendwo Blödsinn gemacht, um da Anerkennung zu bekommen.
00:33:02: Das wäre für meine Eltern Katastrophal.
00:33:04: Aber
00:33:04: es klingt doch so, dass diese Anerkennung auch nicht gebraucht hast von da, weil du sie woanders bekommen
00:33:08: hast.
00:33:09: Ja, das war nicht die richtige Anerkennung für mich.
00:33:11: Das war nicht meine... Identität, das ist nicht meine Farbe, steht mir einfach nicht.
00:33:16: Ja, man muss sich auf die Reise machen einfach.
00:33:18: Man probiert viele Sachen aus.
00:33:20: Es ist toll, dass du diese Situation gabst, damit du auch weißt, was du nicht in deinem Leben haben möchtest.
00:33:24: Hier wird dir immer gesagt, du musst einen Job haben, du musst dies haben, du musst das machen, du misst dies.
00:33:28: Manchmal vergisst man aber auch, dass du einfach mal Ruhe brauchst und auch zufrieden sein musst mit dem, was du hast.
00:33:32: Dass es vielleicht im ersten Moment voll sich komisch anfühlt, aber dann im zweiten Moment sich das alles ein bisschen lockert.
00:33:38: Vielleicht ... Ich hatte erst so gemeint, vielleicht rede ich mir das nur ein, vielleicht spekuliere ich aber nur, dass er so denkt.
00:33:45: Ja, das sind so Sachen, die musst du alles in meinem Leben ausprobiert haben.
00:33:49: Boxen kannst du nur lernen, wenn du Zehntausmal auf die Fresse bekommen hast.
00:33:52: Träten kannst du nur lernen, wenn deine ganze Knie aufgeschiffst.
00:33:56: Es gibt leider den einfachen Weg nicht.
00:33:58: Es gibt nicht diese Abkürzung im Leben.
00:33:59: Da musst du die Treppen nehmen.
00:34:01: Das ist ein krasses Schlusswort.
00:34:04: Vor allem weil wir in der Horst-Eutigen-Zeit tatsächlich immer wieder erleben, dass viele junge Menschen vor allem wollen, dass schnell schnell geht.
00:34:10: Sie wollen sofort am Ziel sein, aber dem Weg vergessen dann doch einige.
00:34:16: Aber wir haben so einen Abschluss-Ritual etabliert, Semnal.
00:34:20: Du siehst hier die Sanduhr.
00:34:22: Noch mal für die Zuschauer.
00:34:24: Spät dabei, ehrlich.
00:34:27: Wie geil, oder?
00:34:30: Könnt ihr kaufen in unserem Online-Shop?
00:34:32: Schade, haben wir noch nicht, aber...
00:34:33: Kot, Fett und Blöd, zwanzig.
00:34:36: Kriegt ihr zwanzig Prozent mehr müsst ihr zahlen.
00:34:39: Du hast die Frage kamen.
00:34:40: Genau.
00:34:41: Guck mal, du hast genau eine Minute Zeit.
00:34:44: Also wenn ich das umdrehe, hast du eine Minute Zeit quasi.
00:34:46: Und Kan stellt dir eine Frage und du kannst diese Minute dann nutzen, um auf die Frage zu antworten.
00:34:54: Nicht weniger, nicht mehr.
00:34:56: So, das Anfreund.
00:34:58: Sind ja du hast viel über die Suche nach sich selbst heute gesprochen.
00:35:01: Ich fand das teilweise sehr inspirierend.
00:35:04: Danke
00:35:04: dir.
00:35:05: Wenn ein junger Mensch zu dir kommt und sagt, wie gehe ich am besten auf diese Suche nach mir selbst?
00:35:11: Wie finde ich mich selber?
00:35:12: Was würdest du ihm für einen Ratschlag geben?
00:35:15: Egal wo du gerade bist, egal wo du gerade steckst, egal welche Situation.
00:35:21: Die Reise hat schon längst bei dir angefangen,
00:35:22: so.
00:35:23: Sieh
00:35:24: einfach durch.
00:35:25: Und vertraue dir selbst.
00:35:27: Vertraue deine inneren Stimme.
00:35:31: Hör nicht auf andere.
00:35:34: Hör auf dich selber und du wirst den Weg finden.
00:35:37: Und alles wird gut.
00:35:38: Egal wo du bist.
00:35:40: Stark.
00:35:42: Ah, da ist unser Essen schon.
00:35:43: Geil los.
00:35:44: Okay.
00:35:44: Ich leg das einfach mal hier hin.
00:35:46: Vielen Dank.
00:35:47: Danke schön.
00:35:48: Hey, bitte erst mit,
00:35:52: ne?
00:35:53: Danke dir für deine Zeit.
00:35:54: Hey,
00:35:54: wirklich danke für deine Zeit, Sammy.
00:35:57: Jede Zeit.
00:35:57: Gerne.
00:35:58: Danke, dass ihr das macht, dass ihr Leute inspirieren wollt.
00:36:01: Danke für die Einladung.
00:36:02: Ich werd sie auf jeden Fall auto.
00:36:03: Ja, wir
00:36:04: werden sie annehmen.
00:36:06: Ja, schön.
00:36:07: Ha!
00:36:07: Ich bin so, hey, Sebi, lass mich reden.
00:36:09: Wir haben sie eingeladen für alle anderen.
00:36:12: Ihr könnt einen Link drunter machen, damit die Leute das auch online sehen.
00:36:15: Guckt
00:36:15: euch auch die Videos an, Leute.
00:36:16: Wirklich, wirklich eine sehr coole Atmosphäre.
00:36:19: Mir hat's sehr, sehr gut gefallen.
00:36:21: Leute, vielen Dank, dass ihr eingeschaltet habt.
00:36:24: Bis zum nächsten Mal.
00:36:25: Wir freuen uns.
00:36:25: Peace out.
00:36:26: Das war's.
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